Where am I and do I wrong?

Auf dem Zwischenstop in Kuala Lumpur, habe ich den Reiseführer aufgeschlagen und erstmals begonnen mir Informationen über Myanmar rauszusuchen. Die Aufregung verstärkte sich und Neugierde wuchs. Angeblich sind hier alle super nett und freundlich, die Taxifahrer sind die ehrlichsten der Welt (besitzen generell ohne Taximeter), still und subtil soll vor kommt vor dem lauten und direktem (aus LonelyPlanet).

Am Flughafen mit mörder viel Gepäck ging ich zum ersten Taxi und wurde – zack – gewaltig übers Ohr gehauen. Gleich der doppelte Preis wurde mir abgeknöpft. Als ich ins Taxi einstieg war erstmal alles gewohnt wie immer in Asien (bis auf das der Verkehr Regeln folgt und kein kunterbuntes Durcheinander ist). Rechtslenker, passt. Aber als er selenruhig auf der rechten Spur blieb wurde ich nervös. Nach 8 Monaten Linksverkehr war ich das nicht mehr gewöhnt und ich war etwas beunruhigt.                                                         Am Hotel wurde ich dann auf die Straße entlassen, wo mir dann aufviel das die ein meeega Fail (Fehler 😉 ) im System haben. Jeder Passagier steigt „in den Verkehr“ aus. (Seht die Fotos an). Rechtsverkehr und Rechtslenker, schmunzelnd verlies ich mein Plünderndes Taxi.

An der Rezeption wurde ich (für Europäische Verhältnisse) unhöflich empfangen. Mit keinem lächeln, sehr zurückhaltendem, ruhigem, brüchigem Englisch wurde ich in mein Zimmer geleitet. Es wurde mir alles hochgetragen und mit DeutschBirmanischem Danke und einem nicht erwiedernden Lächeln wurde ich ins Bett geschickt. Mit mulmigen und „hab ich mich daneben benommen“ Gedanken schlief ich ein. Am nächsten morgen, Hotelwechsel. Dort treffe ich ein paar westliche Leute und schmunzelnde Burmesen. Auffällig ist, das die Stadt ruhig ist. Keine Motorräder umherfahren und um 22Uhr alles geschlossen ist. Bei meinem Wandern durch Stadt treffe ich auf viele Essensstände die mehr oder weniger gut aussehen (das beste ist Indisch), buddhistische Mönche und sehr viele Pagoden. Aber am meisten merke ich hier wie normal man hier ist. Fast isoliert läuft man auf der Straße umher, wird nicht angesprochen, keiner will etwas von einem und es wird einem auch kaum was angepriesen.

Das ist wohl die wunderbare Spezialität der Indonesier. Ein waches, herzliches Volk, die einem mit offenen Armen und mit einem speziellen Humor empfangen. Was ich liebe und was mich dort so pudelwohl fühlen hat lassen.

Bis jetzt habe ich es noch nicht geschafft den Nerv dieses überwiegend Buddhistischem Volk zu treffen. Ab an zu spitzen die LonleyPlanetBeschreibungen (Reiseführer) dann doch durch. Bei einem Bier in der Kneipe wird man sehr höflich und leise angesprochen ob man sich der Diskussion (eigentlich Gespräch) anschliesen darf. Am Ende ist man nicht erlaubt sein Bier zu zahlen. Mit dem Spruch „We are Myanmar“ darf man keinen Cent auf den Tisch legen. Oder man wird um ein Bild gefragt bzw. unterhält sich im Wer-weiß-mehr-Fußballspieler-Spiel (was ich immer gnadenlos verlier) miteinander.

Von Yangon bin ich dann nach Kyaiktiyo (dem wichtigsten Buddhistisichen Denkmal) den „Golden Rock“. Mit drei angeblich beinhaltenden Buddahaaren ist es der wichtigste und heiligste Ort für Buddhisten. Per Truck wurden wir für 1,6€ (inklusive Lebensversicherung) auf den Berg gekarrt. Auf dem Weg wurde ich erstmal von der Regenzeit begrüßt und mir wurde wieder bewusst wie Plastiküberschwemmt Asien ist(obwohl Indonesien dort fast schlimmer ist).

Generation Plastik trifft passend gut und Plastik sollte eigentlich als eines der größten Umweltprobleme unserer Zeit Diskutiert werden und vor allem in Asien viel stärker und intensiver darüber aufgeklärt werden.

Alles wurde mit Plastik überzogen und eingehüllt. So saßen wir in einem Truck eingehüllt in bunten Verhüterli (Bild)und wurden zum Heiligen Ort chauffiert. Im Nebeldunst konnte man die mit Blattgoldbeklebte Pagoda erkennen und im typischen Asiatischen Stil wurde Kitsch mit Heiligtum vereint.

Weiter ging es am gleichen Tag nach Mawlamyine (bis jetzt kann ichs nicht aussprechen von daher als ein Ort im SüdOsten Myanmars). Hier wurde ich zum ersten mal von etwas herzlicheren Personen begrüßt und angeredet. Mit seltenem Sonnenuntergang während der Regenzeit ging es zu Bett am nächsten Tag auf die Kannibalismusinsel. Heutzutage gibts den wohl nicht mehr… was wir zum essen hatten, konnte man auch nicht so richtig identifizieren….                                                                                                                                                     Hier wurde mir aber erstmals wieder bewusst wie viele Jahre zurückentwickelt das ganze Land ist. Es wird doch noch sehr viel von Hand und MutterNatur hergestellt und im Land verteilt. Gummibänder, Holzkugelschreiber, Gehstöcke, Fußmatten aus Kokusnüssen, Palmblätterhüte, Stoffeherstellung aus manuellen Webstühlen,….  Erinnerungen aus Yangon sprudelten hoch… dort werden Digitalkameras (die Mama und Papa damals stolz gekauft haben) repariert, Uhren auseinander gebaut und zusammengesetzt, Flexmaschinen am Straßenrand repariert und funktionstüchtig gemacht…alles wird hier auseinandergenommen und repariert anstatt weggeschmissen. Man kommt sich wie im 18.Jhd mit Smartphone und PokemonGo vor. Urig spannend und interessant ist es hier definitiv. Strom kommt häufig aus Generatoren auf der Straße und Internet funktioniert halt wenn bzw. wie es will.

Das alles kam mir auf der Insel erst, wie neu der Fernseher hier ist. Vor allem spannend starren alle Generationen (wenn möglich) auf burmesische Slap Stick-Sendungen. Hammer wie sich ein Land entwickelt das vor 10 Jahren dem Tourismus eröffnet hat. Man kann klar die Linie zwischen Vor- und Danach erkennen. Wie in Deutschland wo immer noch Spuren der DDR zu finden sind.

All das wird mir nach einer Woche bewusst und macht mich froh dieses Land jetzt zu bereisen und die Gesellschaft heute kennenzulernen. Häufig glaube ich missverstehen wir uns einfach gegenseitig. Die Leute sind in ihrem Weg höflich (wenig Augenkontakt und Berührung) was bei uns das Gegenteil ist. Es macht die Reise jedenfalls wieder spannender und  abenteuerlich. Englisch ist noch sehr rah vor allem wenn man an guten Tischen speisen möchte (Straßenstände). Touristenrestaurants die es vereinzelt gibt sind nur teuer und überwiegend schlecht.

Wow ich bin verblüfft und gespannt was noch so alles passiert…..

Ihr habt Fragen -> lasst einfach ein Kommentar da und ich beantworte Ihn so schnell wie möglich 🙂

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Flug nach Myanmar
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Straßenverkäufer
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Straßenverkäufer
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Straßenverkäufer
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Straßenverkäufer
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Straßenverkäufer
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Shwedagonpagode in Yangon

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Mönch

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GoldenRockPagoda

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Kokusnussfußmatte

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Moderne Schreinerei

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Weben wie im 16Jhd
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traditionelles Essen
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Rechtslenkerfail

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