Bali Calling

Nach ein paar Tagen Arbeit in Wellington unter der Woche konnte ich mich wieder auf meinen Flug nach Indonesien freuen. Schneller als gedacht kam der näher und Ruckzug saß ich im Flieger nach Bali.

Dort wurde ich von Hermann (ein Reiseführer aus Java), Lupi und Jelle (Hostelleiterin und langzeit belgischer Hostelbewohner) sehnsüchtig erwartet. Mit extra für mich gekochtem Empfangsessen und Bintang (indonesisches Bier von Heineken) wechselte ich von langer Hose in meine geliebte Boardshort. Am selben Abend hab ich noch einen Fotografen (Erik) aus Denpasar kennengelernt der Lupi´s alter Schulfreund ist. Wir haben uns sofort zu einer Fototour verabredet.

Ein paar Tage mit surfen vergingen vor unserer Fototour. Was ich nicht wusste, Erik hatte eine lange große Tour über, unter, neben, auf Bali vor. Am Abend war mein Arsch so taub vom Rollern über Bali, dass ich nur erschöpft ins Bett gefallen bin. Gelohnt hat es sich. Ich hab Bali wieder ein Stück mehr kennengelernt und wir haben Tempel besucht und sind zufällig auf ein balinesisches Festival gestoßen. Dort wurde ein traditionelles Kreiselspiel ausgetragen. Mit Tennis „ah“ – „oh“ – „uh“ -Lauten wurden Kreisel in das Spielfeld geschmissen und mussten vom anderen Team ausgebremst werden. Diese durften wiederum auch nur Kreisel zum ausbremsen verwenden. So knallten Holzkreisel mit großer Wucht zwischen frisch gekochten Suppen, Jubelschreiben, Zigarettenqualm, Schweiß und Kindergekreische aufeinander.

Hermann der Reiseguide aus Java und excellenter Koch hat mir die Tage über die Küche etwas näher gebracht und so gingen wir früh morgens auf traditionellen Märkten einkaufen und dann durfte ich in der Küche arbeiten. Was Indonesier lieben: Frittieren. Alles wird irgendwann und irgendwie frittiert. Was ich sehr überraschend und etwas schockierend fand war, dass man im Supermarkt reines Glutamat (Geschmacksverstärker) kaufen kann. Ich fragte Herrman ob das sehr häufig in der Küche verwendet wird, wo ich doch das asiatische Essen für sehr naturell bzw. frei von Zusatzstoffen gehalten habe. Er meinte in manchen Essen ist es verhäuft drin (keine zufriedenstellende Antwort, mehr habe ich aber auch nicht rausbekommen)….. ….schmecken tuts ja…. verwendet wurde es bei mir nicht und keiner hat es gemerkt….

So vergingen schnell 10 Tage und Marie kam aus Wellington hinterher gereist. Unserer Reiseplan wurde ein paar mal umgeworfen und wir haben uns entschieden anstatt Java zum Ramadanende zu erkunden (was propevoll, teuer und mit viel warten verbunden ist) sind wir nach Lombok gefahren um den Landesurlaub und Trubel etwas zu umgehen. Zum Ramadanende haben viele eine Woche Urlaub und fahren zu ihren Familien und feiern ihr Fastenende. So kosten Flüge von ursprünglichen 30€ schnell mal 100€ an Bootsfähren wartet man 4h um auf das Boot zu kommen und vom Verkehr in Java mal abgesehen. Da Indonesien definitiv ein reicheres Land ist können sich viele Urlaub im eigenen Land leisten und gehen auf Tour.

Mit Malou einer Holländerin die sich uns angeschlossen hat erkunden wir Mataram und das Ende des Ramadans. Gespannt warten wir darauf was passiert und wo es uns hinverschlägt.

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Letzter Sonnenuntergang in Wellington
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Auf Gandalfs Adler zurück nach Bali
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Rüge vom Kochboss
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Fertiges Essen
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Rendang (rechts)

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Tour mit Erik
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Kreiselspiel

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Balangan Strand

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Aufbruch nach Lombok

 

 

 

 

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