Milford Sounds und freier Hektor…

Freeeiiiheeeiit… Nach dem „WOOF’ing“.
‚On the Road again‘ war wieder ein schönes Gefühl. Nach ein paar resümierten Gedanken war das auch kein WOOF’ing. Nur „Work for Accomodation“ nicht „Working On Organic Farms“. Häufig wird dafür jedoch WOOFen verwendet. Was schade ist und nicht dem Grundgedanken entspricht.
So schallte „And I Walk 500hundret Miles“ aus den Autoboxen. Bis wir vom Sonnenschein, in kalten Regen angekommen sind. Auch bei dem Spot war der Abend schön gestaltet. Mit Gitarre und Liederns aus verschiedenen Ländern (Argentinien, USA, Deutsch/Irland (Eines morgens ging ich)) wurde die Kälte und der Regen aus Lumsden vertrieben. Früh ging es dann weiter nach Te Anau der Start- und Rückkehrstadt der Milford Sounds.

Mit Schirimiri (Nieselregen) und tief hängenden Wolken sind wir, nach beanspruchter Starthilfe, in die Fjordlandschaft gefahren. Stop haben wir bei einem See auf halber Strecke gemacht. Da es nur trüb war haben wir auch den Nachmittag für ein ausgedehntes Schläfchen genutzt. Auf den Tipp hin, „nach dem Tunnel wird das Wetter an den Fjorden schön“, haben wir uns nach der Morgenüberraschung: Platter Reifen, auf den Weiterweg gemacht. Mit Ersatzrad fuhr sich Odysseus (unser Auto 😉 ) trotzdem souverän durch die geschlängelten, teils Schotterpisten.
Und tatsächlich. Nach dem Tunnel (einfach ein Loch durch den Berg gebohrt -besser kann man es nicht beschreiben- also kein schöner ’sicherer‘ ausgestatteter Tunnel) war das Wetter herrlich. Von lautem Dschungelgezirpe und Keagekrächze (seltener Papagei in NZ) wurde man mit herrlicher Aussicht belohnt. So stell ich mir Irland an den Fjorden vor. Die ach so tolle Milfordsoundschiffstour haben wir uns dann entgehen lassen und sind auf einen Aussichtpunkt gewandert (außerhalb der Klippen) wo man den „wow soooo beautiful“ Lake Marian sehen kann. Oben angekommen hat uns von unten nur ein grauer Tümpel angeglotzt. Danke! Naja die Aussicht war schon toll.
Nach einer weiteren Nacht gings frühs wieder zum Automechaniker um den Reifen zu kontrollieren. Es war immer gab immer lustige Gesichter wenn anstatt Essen oder Kochgeschirr ein Autoreifen aus dem Kofferaufm gehoben wurde. Der hat nur das Ventil gewechselt und dann hat Marie den Reifen gewechselt, während ich mich nutzlos gefühlt habe. Hahaha. Oder: Es gibt nichts attraktiveres als eine selbständige Frau. Da es keine erholende Temperaturen habe und wir alle Klamotten an hatten die der Rucksack so bot zog es uns in den Süden.
Weiterfahrt über Riverton nach Invercargill. Eine größere Stadt in der (wie bis jetzt in allen Städten) nichts los ist und sich wie tot anfühlt. 4spurige Straßen und 5 Autos kreuzen. Hier braucht man keine Ampeln. Auch nicht in anderen Städten. Sicherheitshalber haben sie aber an jeder Kreuzung welche! Da wenig geboten war gings in den Süden nach Bluff. Einer der südlichsten Punkte in Neuseeland. Wir haben uns für 12NZ$ Fish’nChips und einen Burger geholt. Eines der besten Vorort nach einer Einheimischen… …wir haben uns danach aufs selberkochen gefreut.
Von Fortrose, unserer Übernachtungsmöglichkeit, ging es weiter Richtung Curio Bay. Bei einem Zwischenstopp haben uns Seelöwen begrüßt. Mächtig faule Tiere die jedoch agil und schnell sein können und somit Respekt einflößen! Nebenbei sind sie auch noch sehnig muskulös. In der Curio Bay haben uns dann im gefühlt gletscherkaltem Wasser nach langem ausharren Delfine begrüßt. Auf einmal tauchen in der Welle vier Delfine vor einem auf uns surfen an dir vorbei . Das jagt einem nochmal die mit schon Gänsehaut bedeckte Haut über den Buckel. Das ist das Highlight bis jetzt gewesen. Freie und seltene Delfine Tümpeln vor einem und beäugen einen neugierig.

-Zu der Art: Es waren Hektordelfine. Diese werden nicht größer als 2-2,5m und wandern nicht große Strecken, weshalb die meisten um NZ lokalisiert sind. Von Ihnen gibt es nur noch ca. 3000-4000Stück.-

Das schöne in NZ, auf die Natur wird acht gegeben und Ranger patrouillieren die Gebiete.
Da das Fleckchen so schön war, blieben wir zweit Tage dort und haben unsere Surfskills verbessert und eine rote Nase geholt….

 

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